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Kirche Mariä Himmelfahrt (Marienbad)

Kostel Nanebevzetí Panny Marie · Goethovo náměstí 110/31, 353 01 Mariánské Lázně

Die Kirche Mariä Himmelfahrt beherrscht den Goethovo náměstí in Marienbad und gehört zu den markantesten Sakralbauten der Region Karlsbad. Sie wurde 1844-1848 im historisierenden neobyzantinischen Stil errichtet und ersetzte eine ältere steinerne Kapelle von 1820, die für die wachsende Zahl von Pilgern und Kurgästen zu klein geworden war. Entstanden ist eine seltene Kirche, die östliche und westliche christliche Motive auf ungewöhnliche Weise verbindet.

Architektur

Der Entwurf stammt vom bayerischen Architekten Johann Gottfried Gutensohn aus München. Die Ausführung leitete Anton Thurner, Architekt des Prämonstratenserklosters Teplá; beteiligt war auch der Prager Baumeister und Bildhauer Josef Kranner.

Die Kirche steht auf einem achteckigen Grundriss, der die Begegnung östlicher und westlicher christlicher Traditionen symbolisiert. Die Fassade besitzt zwei Uhrtürme, ein großes Maßwerkfenster mit Glasbildern der Jungfrau Maria und Jesu Christi von Josef Kranner sowie zurückgesetzte Pfeiler mit Engelsfiguren, die den Bau optisch auflockern.

Zur Kirche führen 33 Stufen, traditionell als Hinweis auf die Jahre des irdischen Lebens Christi verstanden.

Innenraum

Im Inneren fällt zuerst das weite Schiff mit dem tiefblauen, goldbestirnten Gewölbe auf, das wie ein Nachthimmel über dem Kurort wirkt. Massive Säulen und acht durch Arkaden getrennte Kapellen geben dem Raum einen ruhigen, feierlichen Rhythmus. Im Boden bildet ein geometrisches Muster den Buchstaben M als Hinweis auf Maria.

Der Hauptaltar besitzt eine Holzkonstruktion und ein Altarbild der Himmelfahrt Mariens vom Wiener Maler Carl von Hampel. Die reiche Skulpturenausstattung von Josef Max umfasst Engel am Hauptaltar, Symbole am Taufbecken und Figuren der Seitenaltäre. Sehenswert sind auch der Altar der Muttergottes von Tschenstochau mit einer Holzschnitzerei der thronenden Gottesmutter, der Kreuzweg von Josef Mathauser aus dem Jahr 1887 und Arbeiten von Gustav Kratzmann.

Orgel und Kurstadt

Die Orgel von 1848, ein Werk des Orgelbauers Jan Ferdinand Guth, besitzt 2.800 Pfeifen und zählt zu den wertvollen historischen Instrumenten der Region. Sie wird bis heute bei Gottesdiensten und Konzerten klassischer Musik während der Kursaison genutzt.

Marienbad gehört gemeinsam mit Karlsbad und Franzensbad zum UNESCO-Welterbe Great Spa Towns of Europe. Die Kirche prägt den historischen Kurstadtcharakter und lässt sich gut mit einem Spaziergang zur Kolonnade, durch die Parks und zur Singenden Fontäne verbinden.

Praktische Informationen

Die Kirche ist in der Regel samstags und sonntags von 14:30 bis 16:30 sowie mindestens 45 Minuten vor jeder Messe für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gottesdienste finden sonntags um 10:15 und 17:15, dienstags und donnerstags um 9:45 sowie mittwochs und freitags um 17:15 statt.

Für die Besichtigung reichen meist 20-30 Minuten. Der Haupteingang liegt am Goethovo náměstí.

Anreise und Kontakt

  • Pfarrwebsite: farnostml.cz
  • Adresse: Goethovo náměstí 110/31, 353 01 Mariánské Lázně
  • GPS: 49.9760, 12.7081
  • Telefon: +420 604 877 223
  • E-Mail: fara.ml@seznam.cz
  • Geistlicher Verwalter: P. Řehoř Pavel Urban, O.Praem

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