
Wallfahrtsort Skoky - Kirche Mariä Heimsuchung
Poutní kostel Navštívení Panny Marie – Skoky · Skoky u Žlutic, 364 52 Žlutice
Skoky liegt versteckt in der Hügellandschaft der Region Karlsbad, etwa sechs Kilometer nordwestlich von Žlutice und hoch über einer Bucht der Talsperre Žlutice. Das Dorf ist verschwunden, doch die Kirche Mariä Heimsuchung steht bis heute frei in der Landschaft und gehört zu den eindrucksvollsten Wallfahrtsorten Böhmens.
In seiner Blütezeit zog Skoky, historisch Maria Stock, jährlich mehr als vierzigtausend Pilger an. Heute ist der Weg stiller: ein Feldweg, weite Blicke, eine einsame barocke Fassade und das Gefühl, dass dieser Ort aus eigener Kraft weiterlebt.
Geschichte
Die Wallfahrt begann 1717, als der Bauer Johann Adam Liehnert auf seinem Feld eine kleine Kapelle errichten ließ und darin eine Kopie des verehrten Marienbildes aus Passau aufstellte, gemalt von Johann Wolfgang Richter aus Toužim. Bald verbreiteten sich Berichte über Heilungen, und die Zahl der Pilger wuchs so schnell, dass die Kapelle nicht mehr ausreichte.
1736 legte Raimund Schimanowsky, Abt des Prämonstratenserklosters Teplá, den Grundstein der heutigen Kirche. Baumeister Johann Schmied aus Útvina vollendete den Bau in bemerkenswert kurzer Zeit; am 29. März 1738 wurde die Kirche geweiht.
Im 18. und 19. Jahrhundert war Skoky ein weit bekannter barocker Wallfahrtsort. Nach 1945 mussten die deutschsprachigen Bewohner das Dorf verlassen, und die Wallfahrtstradition riss ab. In den 1960er Jahren überflutete die neue Talsperre an der Střela den alten Zugangsweg und isolierte den ehemaligen Ort noch stärker. Die Kirche blieb ihrem Schicksal überlassen und verfiel langsam.
Die Rettung begann 2006 durch den Verein Pod střechou in Zusammenarbeit mit dem Kloster Teplá und deutschen Partnern in Tschechien. Heute ist die Kirche im Sommer regelmäßig zugänglich, und die traditionellen Wallfahrten sind zurückgekehrt.
Architektur
Die Kirche Mariä Heimsuchung ist ein kraftvolles Beispiel ländlicher Barockarchitektur. Der einschiffige Bau mit Doppelturmfassade steht auf einer künstlichen Terrasse mit sorgfältig angelegter Entwässerung. Im Inneren sind Fresken von Karl Krattner aus dem frühen 20. Jahrhundert, Altäre um 1760, geschnitzte Engel und das originale Votivbild der Jungfrau Maria von J. W. Richter aus dem Jahr 1717 erhalten. Die Kanzel stammt von 1767.
Die Kirche ist ein geschütztes Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.
Besuch und Wallfahrten
Am besten erreicht man die Kirche zu Fuß von Polom, etwa zwei Kilometer entfernt, oder über den neueren Pilger- und Wanderweg vom Prämonstratenserkloster Teplá. Der Fahrweg ist nur bei trockenem Wetter mit dem Auto passierbar; nach Regen ist es besser, am Rand von Polom zu parken und zu Fuß weiterzugehen.
Die beiden Hauptwallfahrten finden traditionell am 1. Mai und am ersten Sonntag im Juli statt. Am Samstag vor der Sommerwallfahrt gibt es die Nacht der Lichter.
Praktische Informationen
Der Eintritt ist frei, freiwillige Beiträge unterstützen die weitere Restaurierung. In der Saison sind meist Führung und Informationsmaterial verfügbar. Gruppen oder Besuche außerhalb der üblichen Zeiten sollten vorab per Telefon oder E-Mail vereinbart werden.
| Zeitraum | Öffnung |
|---|---|
| April | täglich 10:00-17:00 |
| Mai | täglich 10:00-18:00 |
| Juni-August | täglich 9:00-18:00 |
| Außerhalb der Hauptsaison | gelegentlich an Wochenenden oder nach Vereinbarung |
Anreise und Kontakt
- Website: skoky.eu
- Adresse: Skoky u Žlutic, 364 52 Žlutice
- GPS: 50.0963, 13.0971; für die Navigation Polom wählen und zu Fuß weitergehen
- Telefon: +420 723 246 041 / +420 723 107 561
- E-Mail: podstrechou@email.cz
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